Viele Patientinnen und Patienten fragen sich, ob sie für ein Zahnimplantat zu einem Oralchirurgen oder zu einem Kieferchirurgen gehen sollten. Beide sind spezialisiert auf chirurgische Eingriffe im Mundbereich – der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Ausbildung und im Behandlungsspektrum. Während Oralchirurgen auf den Mundraum fokussiert sind, decken MKG-Chirurgen (Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen) ein deutlich breiteres medizinisches Feld ab – insbesondere bei komplexen Fällen.
Ein Oralchirurg ist ein Zahnarzt mit einer mehrjährigen Weiterbildung im Bereich der chirurgischen Zahnmedizin.
Typische Merkmale:
• Studium: Zahnmedizin
• Weiterbildung: ca. 3–4 Jahre
• Fokus: Zähne, Zahnfleisch und Kieferanteile
Typische Behandlungen:
• Zahnimplantate (Standardfälle)
• Weisheitszahnentfernungen
• Wurzelspitzenresektionen
• kleinere Knochenaufbauten
Ein MKG-Chirurg hat eine deutlich umfassendere Ausbildung und behandelt den gesamten Gesichtsbereich.
Typische Merkmale:
• Studium: Zahnmedizin und Humanmedizin
• Weiterbildung: ca. 5 Jahre Facharztausbildung
• Fokus: gesamter Kiefer- und Gesichtsbereich
Typische Behandlungen:
• komplexe Implantationen
• umfangreicher Knochenaufbau
• Behandlung von Kieferbrüchen
• Tumorchirurgie
• Kieferfehlstellungen
• Zygoma-Implantate
Bei Implantaten gilt grundsätzlich:
• Standardfälle: sowohl Oralchirurg als auch MKG-Chirurg geeignet
• komplexe Fälle: MKG-Chirurg oft im Vorteil
Komplex bedeutet z. B.:
• wenig oder kein Knochen
• notwendiger Knochenaufbau
• schwierige anatomische Lage
• Voroperationen oder Komplikationen
Wichtig zu wissen:
• Der chirurgische Teil (Implantation) erfolgt beim Chirurgen
• Der Zahnersatz (Krone, Brücke, Prothese) wird durch den Zahnarzt umgesetzt
→ Beide arbeiten eng zusammen für ein optimales Ergebnis.
Ein MKG-Chirurg ist besonders sinnvoll bei:
• komplexen Ausgangssituationen
• starkem Knochenabbau
• Bedarf an Spezialverfahren (z. B. PSI, Zygoma)
• Wunsch nach maximaler chirurgischer Spezialisierung
Sind beide gleich gut für Implantate geeignet?
Für Standardfälle ja – bei komplexen Situationen ist der MKG-Chirurg spezialisierter.
Warum hat ein MKG-Chirurg zwei Studiengänge?
Um sowohl zahnmedizinische als auch medizinische Zusammenhänge umfassend behandeln zu können.
Wer setzt die Krone auf das Implantat?
Das übernimmt in der Regel Ihr Zahnarzt – nicht der Chirurg.
Ist ein MKG-Chirurg „besser“?
Nicht pauschal – aber breiter ausgebildet für komplexe Fälle.
Muss ich mich selbst entscheiden?
Nein – wir beraten Sie individuell, wer in Ihrer Situation die beste Wahl ist.
Der Unterschied zwischen Oralchirurgie und MKG-Chirurgie liegt vor allem in Ausbildung und Spezialisierung.
Für einfache Eingriffe sind beide geeignet. Bei komplexeren Implantationen oder schwierigen Ausgangssituationen bietet die MKG-Chirurgie oft zusätzliche Sicherheit und Möglichkeiten.
Sie sind unsicher, welcher Behandlungsweg für Sie der richtige ist?
Lassen Sie sich in der MKG Köln West individuell beraten – wir zeigen Ihnen transparent, welche Lösung medizinisch sinnvoll ist und wer Sie optimal behandeln sollte.
Unsere Praxis liegt in Köln-Weiden, Bunzlauer Str. 1, direkt am Rhein-Center. Barrierefreier Zugang, Aufzug, kostenlose Parkplätze und schnelle Anbindung mit KVB-Linie 1 und S-Bahn Lövenich machen Ihren Termin für Zahnimplantate in Köln gut erreichbar.
