Option bei starkem Knochenabbau

Wann sind subperiostale Implantate bei Knochenabbau sinnvoll?

Subperiostale Implantate (PSI) sind eine mögliche Lösung, wenn der Kieferknochen stark abgebaut ist und klassische Implantate nicht sicher planbar sind. Dabei wird ein individuell gefertigtes Implantat auf dem Knochen unter dem Zahnfleisch positioniert. Die Planung erfolgt digital auf Basis von 3D-Daten. Dieses Verfahren ist kein Standard, sondern wird nur in ausgewählten Fällen eingesetzt. Ob es sinnvoll ist, wird immer individuell nach Diagnostik entschieden.

Voraussetzungen für subperiostale Implantate

Diese Lösung kommt insbesondere infrage bei:

  • starkem Kieferknochenabbau (Atrophie)
  • eingeschränkter Planbarkeit klassischer Implantate
  • Wunsch, umfangreiche Knochenaufbauten zu vermeiden
  • geeigneten Weichgewebeverhältnissen
  • ausreichender Nachsorgefähigkeit

Die Entscheidung erfolgt immer individuell.

Ablauf der Behandlung

1. Untersuchung und Diagnostik
Analyse der Ausgangssituation, häufig mit 3D-Bildgebung.

2. Individuelle Behandlungsplanung
Abwägung verschiedener Optionen (z. B. Knochenaufbau, Spezialimplantate, PSI).

3. Digitale Planung
Konstruktion des Implantats auf Basis der anatomischen Daten.

4. Chirurgischer Eingriff
Einsetzen des Implantats unter dem Zahnfleisch.

5. Nachsorge und prothetische Versorgung
Kontrollen und Abstimmung mit der Zahnarztpraxis für den Zahnersatz.

Nutzen und Vorteile

  • Option bei sehr wenig Knochen
    Alternative zu klassischen Implantaten
  • Individuelle Passform
    Maßgeschneiderte Implantatstruktur
  • Strukturierte Planung
    Digitale Präzision
  • Flexibilität in komplexen Fällen
    Ergänzung zu anderen chirurgischen Konzepten

Risiken und Grenzen

Subperiostale Implantate sind ein spezialisiertes Verfahren.

Zu beachten sind:

  • keine Standardlösung für alle Patientinnen und Patienten
  • komplexer chirurgischer Eingriff
  • Erfolg abhängig von Gewebe, Hygiene und Nachsorge
  • individuelle Risikofaktoren und Entzündungssituation

Eine sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwägung ist entscheidend.

Alternativen und Behandlungsmöglichkeiten

  • Knochenaufbau (Augmentation)
    Vorbereitung für klassische Implantate
  • Sinuslift (Oberkiefer)
    Verbesserung des Knochenangebots
  • Zygoma-Implantate
    Alternative bei starkem Knochenabbau im Oberkiefer
  • Implantatgestützte Standardlösungen
    Bei ausreichendem Knochenangebot

FAQ – Häufige Fragen zu subperiostalen Implantaten

Wann werden subperiostale Implantate eingesetzt?
Bei starkem Knochenabbau, wenn Standardimplantate nicht geeignet sind.

Sind PSI-Implantate eine Standardlösung?
Nein, sie werden nur in ausgewählten Fällen eingesetzt.

Wie wird entschieden, ob PSI sinnvoll ist?
Durch individuelle Diagnostik und Risiko-Nutzen-Abwägung.

Welche Alternativen gibt es?
Knochenaufbau, Sinuslift oder Spezialimplantate.

Wie läuft die Behandlung ab?
Über Diagnostik, Planung, chirurgisches Einsetzen und Nachsorge.

Wer übernimmt die Behandlung?
Die MKG Köln West übernimmt die Chirurgie, der Zahnersatz erfolgt über Ihre Zahnarztpraxis.

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